Diagnostik bei Lebererkrankungen


Die Diagnostik von Lebererkrankungen setzt sich aus den Komponenten zusammen:

 

Klinische Untersuchung

Hier sind natürlich die klassischen Leberhautzeichen, die Lebergröße und deren Konsistenz sowie nach weitere Zeichen einer fortgeschrittenen Lebererkrankung oder anderen Organerkrankungen zu suchen.

 

Labor

Die Syntheseleistung der Leber, die Gallenwerte und Leberschädigungswerte werden gemessen. Außerdem kann nach infektiösen oder stoffwechselbedingten Lebererkrankungen sowie Speichererkrankungen gesucht werden. Dies umfasst ein sehr breites Spektrum und muß stark von den führenden Symptomen, Risikokonstellationen und der Familiengeschichte sowie weiteren Faktoren abhängig gemacht werden.


Sonographie / Ultraschall

Die Sonographie ist das wichtigste, nicht in das Organ eingreifende, bildgebende Verfahren für Leber und Gallenwegserkrankungen. hier können umschriebene Leberprozesse, Steine, zystische Veränderungen und solide Prozesse ab einer Grösse von 3 bis 5 mm nachgewiesen werden. Die Duplexsonographie (Durchblutungsmodus) erlaubt die Unterscheidung von soliden, zystischen und durchbluteten Strukturen. Ein weiterer  Vorteil des Ultraschalls ist die risikoarme, sonographisch gesteuerte Entnahme von Gewebeproben (Biopsien ).

Computertomographie (CT) und Magentresonanztomographie (MRT)

Für CT and MRI gelten die gleichen Indikationen wie für die Sonographie. Einen besonderen Vorteil bietet das Kontrastmittel-CT und -MRI bei zystischen Formationen und bei soliden Tumoren der Leber wie Adenomen, Hämangiomen und dem primären Leberkrebs (Leberzellkarzinom).

Leberhistologie

Die Leberdiagnostik wird durch eine Entnahme vom Lebergewebe (Leberbiopsie) ergänzt. Sie ist indiziert bei allen unklaren, diffusen oder fokalen Leberparenchymprozessen.