Überblick Magenspiegelung

In den unten aufgeführten Kapiteln erhalten Sie Informationen über die Magenspiegelung sowie Formulare zur Aufklärung und zur Narkose.

 

 

 

 

Gründe zur Magenuntersuchung

Gründe zur Untersuchung

Die genaue endoskopische Diagnostik des oberen Verdauungstraktes wird auch Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD) genannt.

Übersetzt bedeutet dies, dass mit einem dünnen Endoskop in die Speisöhre, den Magen und den Zwölffingerdarm hineingeschaut wird.

Folgende Gründe könnten für eine ÖGD sprechen (Beispiele):

  • Bauchschmerzen
  • Gewichtsverlust
  • Chronische Durchfallerkrankung
  • Unklare Blutarmut (Anämie)
  • Eisenmangel
  • Säurebedingte Erkrankungen der Speiseröhre (Reflux)
  • Schluckstörungen
  • Brustschmerz ohne Herzursache
  • Chronischer Husten und Aufstoßen
  • Völlegefühl
  • Geschwürsbildungen
  • Nahrungsmittelunverträglichketen
  • Aspirineinnahme, Medikamentennebenwirkungen
  • Lebererkrankungen (Krampfadern der Speiseröhre; Ösophagsuvarizen)
  • Kehlkopf (z.B. Kehlkopfkrebs, Larynykarzinom)
  • vor Gallenoperation
  • Vitamin-B-12-Mangel

und viele Gründe mehr, Liste erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit!

Die Untersuchung selbst ist heutzutage nicht sehr belastend, da auf Wunsch beruhigende oder sog. schlafinduzierende Medikamente gegeben werden können.


Die Untersuchung

Magenspiegelung (ÖGD)

 

Die Magenspiegelung wird auch ÖGD abgekürzt. ÖGD bedeutet:
Ösophago (Speiseröhre)-Gastro (Magen)-Duodeno (Zwölffingerdarm)-skopie (Spiegelung). Also Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm.

 

Was ist bei einer Magenspiegelung zu beachten?

Die Magenspiegelung wird in nüchternem Zustand durchgeführt, die letzte Nahrungsaufnahme sollte mindestens vier bis sechs Stunden zurückliegen, wobei morgens nach dem Aufstehen noch ein Glas Wasser getrunken werden kann.

Die Untersuchung dauert in der Regel vier bis zehn Minuten und ist nicht belastend.

 

Das Endoskop wird über den Mund eingeführt, durch Fremdkörperreiz an der Rachenhinterwand kann es zu Würgereiz kommen, der in der Regel durch regelmäßiges Ein- und Ausatmen unterdrückt werden kann. Es besteht die Möglichkeit den Rachen mit Spray zu betäuben. Dabei ist zu beachten, daß man ca. 15 bis 30 Minuten nach der Untersuchung noch etwas unter Taubheitsgefühl an der Rachenhinterwand leiden kann, was zu kurzfristigen Schluckstörungen führen kann.

Bei der Untersuchung selbst wird das biegsame Endoskop am Kehlkopf vorbei in die Speiseröhre eingeführt und bis in den Zwölffingerdarm vorgeschoben. Es werden in der Regel Proben mit einer sterilen Zange im Magen entnommen um eine Besiedlung mit dem Bakterium Helicobacter pylori erkennen zu können. Diese Bakterium stellt einen wesentlichen Baustein in der Entstehung von Geschwüren und Magenkrebs dar und sollte in der Regel behandelt werden. Die Probeentnahme ist schmerzfrei und ungefährlich, sofern keine Blutgerinnungstörungen vorliegen. Ratsam ist es, vier bis fünf Tage vor der Untersuchung aspirinhaltige Präparate oder blutgerinnungsbeeinträchtigende Medikamente wie Acetylsalicylsäure (z.B. ASS® o.ä.), Clopidogrel (Plavix®, Iscover®) oder Prasugrel (z.B. Efient®), Ticagrelor (Brilique®)  abzusetzen. Ihr Hausarzt oder auch wir stehen hier für Fragen zur Verfügung.

Anschließend wird das Gerät wieder entfernt und nach kurzer Zeit kann der Patient wieder essen und trinken.

 

Wahlweise kann die Untersuchung auch mit einer sog. Beruhigungsspritze durchgeführt werden. Der Patient schläft dann während der Untersuchung, danach kann er sich in den in der Praxis vorhandenen Liegen im Ruheraum noch etwas ausruhen. Aus rechtlichen Gründen darf bis zu 24 Stunden nach der Beruhigungspritze nicht selbst Auto gefahren werden. Wir verwenden Propofol als Kurznarkotikum, welches so dosiert wird, dass der Patient schläft. Eine Vollnarkose ist nicht notwendig. Es erfolgt eine Kreislauf- und Blutdrucküberwachung.

 

Welche Risiken sind mit diesen Eingriffen verbunden?
Komplikationen sind bei einer einfachen Magenspiegelung sehr selten (0,2‰). Hierbei geht es vor allem um Blutungsereignissen, sehr selten um Perforationen (Verletzungen).  Siehe auch Aufklärungsbogen Gastroskopie.

Aufklärung

Aufklärungen zur Magenspiegelung

Link: Endoskopiebilder bei der Magenspiegelung