Ich habe Sodbrennen

Ich leide an Sodbrennen.

 

Das Vorgehen wird vom Lebensalter (unter oder über 40 Jahre alt?), von den Begleitsymptomen (Bluterbrechen, Teerstuhl, Passage/Schluckstörung, Gewichtsverlust?), den Vorerkrankungen und der Familiengeschichte bestimmt.

 

So wird in den angloamerikanischen Ländern in der Niedrig-Risikogruppe die Test and Scope-Stragegie favorisiert (sogenannter "PPI-Test") und im günstigen Fall nur weiter behandelt und nicht endoskopiert.

 

Wir hingegen empfehlen  Ihnen eher großzügig eine Magenspiegelung (Gastroskopie) durchführen zu lassen . Danach folgt die Therapie (also "Scope and treat"). In seltenen Fällen kann eine  Säuremessung in der Speiseröhre über 24 Stunden (24-Stunden-pH-Metrie) oder eine Druckmessung (Manometrie) erforderlich werden.

Ich habe Beschwerden im Oberbauch

Ich habe Beschwerden im Oberbauch.

 

Dies kann viele Ursachen haben. Im Gespräch mit Ihnen klären wir die Art Ihrer Beschwerden genauer und planen gemeinsam die Untersuchung. Grundsätzlich gibt es folgende Untersuchungsmöglichkeiten: Magenspiegelung (Gastroskopie), Ultraschall, Blutuntersuchung, eventuell Darmspiegelung (Koloskopie), Atemtest oder in sehr seltenen Fällen auch mal ine Röngeuntersuchung, ein Kernspin (MRT) oder auch mal eine Kapsel-Endoskopie, Darstellung des Bauchspeicheldrüsenganges und der Gallengänge (Sonographie).

Beschwerden im Mittel- und Unterbauch

Ich habe Beschwerden im mittleren oder unteren Teil des Bauches.

 

Dies kann viele Ursachen haben. Im Gespräch mit Ihnen klären wir die Art Ihrer Beschwerden genauer und planen gemeinsam die Untersuchung. Grundsätzlich gibt es folgende Untersuchungsmöglichkeiten: Ultraschall, Koloskopie, eventuell Kapsel-Endoskopie.

Habe ich Helicobacter?

Habe ich Helicobacter-Bakterien im Magen?

 

Wir führen eine Magenspiegelung (Gastroskopie) durch und entnehmen dabei Proben für die feingewebliche Untersuchung (Histologie) sowie ggf. für einen sogenannten H.p.-Urease-Schnelltest.

 

Bei vorbehandelten Patienten führen wir ggf. auch eine Resistenztestung als Grundlage für eine weitere zielgerichtete Therapie durch. Zur Therapiekontrolle kann aber in der Regel problemlos ein H.p.-Stuhltest erfolgen. 

 

Gegebenenfalls führen wir bei zweifelhaften Ergebnissen einen H.p.-C-13-Atemtest durch. Blutuntersuchungen werden vor allem für Kinder empfohlen.

Ich leide an Durchfällen

Ich leide an Durchfällen.

Dies kann viele Ursachen haben.

Im Gespräch mit Ihnen klären wir die Art Ihrer Beschwerden genauer und planen gemeinsam die Untersuchung.

Grundsätzlich gibt es folgende Untersuchungsmöglichkeiten:
Stuhluntersuchungen auf krankmachende Bakterien und Parasiten, Darmspiegelung, Entnahme einer Gewebeprobe aus dem oberen Dünndarm im Rahmen einer Magenspiegelung, Atem- und Bluttests bei Verdacht zum Beispiel auf eine Milchzuckerunverträglichkeit, Verdauungsanalysen im Stuhl (Elastase im Stuhl) oder selten auch eine Dünndarm-Endoskopie.

Ich leide an Verstopfung

Ich leide an Verstopfung oder eine erschwerten Stuhlentleerung.

 

Zwar muß grundsätzlich zwischen einer chronischen und eine neu aufgetretenen Verstopfung unterschieden werden, es könnnen bei beiden Formen viele Ursachen zugrunde liegen.

 

Zunächst sollte der Hausarzt sie zu ihrem Trinkverhalten, Essgewohnheiten, Bewegungsgewohnheiten und Medikamenten befragen. Auch eine Laboruntersuchung (Blutzucker, Schilddrüsenwerte, Kaliumwert) und die Abtastung des Bauches und des Enddarms gehören zu den ersten hausärztlichen Schritten.

 

Wir klären mithilfe einer Darmspiegelung (Koloskopie), ob organische Ursachen vorliegen, und beraten Sie gerne zu den Behandlungsmöglichkeiten.

Blut im Stuhl oder positiver Stuhlbluttest

Ich habe Blut im Stuhl gesehen oder ein Stuhltest war positiv.

 

Im Rahmen einer hohen Dickdarmspiegelung (Koloskopie) und Enddarmspiegelung sowie eventuell durch eine Magenspiegelung können wir die Ursachen klären.

Ich leide an Enddarmproblemen

Hämorrhoidalbeschwerden oder was macht mir da Beschwerden?

 

Bei lästigem Juckreiz, Schmerzen, Brennen oder Feuchtigkeit im Analbereich oder gar Blutspuren am Toilettenpapier handelt es sich nicht immer um harmlose Beschwerden.

 

Oftmals liegt es an der falschen Hygiene (übermäßige Reinlichkeit mit Feuchttüchern), Allergien aber auch mal an Hautrissen, Feigwarzen oder Hämorrhoiden.


Ein kurzes Gespräch mit dem Spezialisten und eine kurze, schmerzlose Enndarmuntersuchung tragen rasch zur Klärung bei. Selten werden noch weitere Untersuchungen erforderlich bevor die zielgerichtete Therapie eingeleitet werden kann.

 

 

Habe ich ein Krebsrisiko?

 

Habe ich ein Krebsrisiko?

 

In meiner Familie gibt es viele Krebsfälle, insbesondere an Darm, Magen und Gebärmutter. Was kann ich tun, um selbst nicht daran zu erkranken?


Zur Klärung Ihres persönlichen Risikos bieten wir die Spezialsprechstunde "Familiärer Darmkrebs" an. Gegebenenfalls ziehen wir Fachärzte für Humangenetik hinzu. Dazu kooperieren wir mit dem Zentrum für Humangenetik am Universitätskrebszentrum Bonn.

 

 

Bin ich stärker gefährdet Darmkrebs zu bekommen?

Wer gehört zu besonderen Risikogruppen hinsichtlich der Darmkrebsentstehung?


1. Verwandte ersten Grades

von Patienten mit Darmkrebs haben ein erhöhtes Risiko an einem Darmkrebs zu erkranken. Sie sollten sich ca. 10 Jahre vor Erkrankungsalter des Verwandten einer Koloskopie unterziehen, dasselbe gilt für Patienten, bei deren Verwandten 1. Grades vor dem 60. Lebensjahr ein Polyp entfernt wurde.

2. Anlageträger für ein vererbtes kolorektales Karzinom,

d.h. Patienten, die in der Familie mindestens drei Familienmitglieder mit Darmkrebs haben, wo mindestens zwei aufeinanderfolgende Generationen betroffen sind und ein Erkrankter jünger als 50 Jahre alt ist sowie ein Familienmitglied erstrangig verwandt ist , gehören frühzeitig koloskopiert.
Konsultieren Sie in unklaren Fällen den Arzt.

3. Risikopatienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

im Sinne einer Colitis ulcerosa müssen ca. alle 1-2 Jahre nach einem Krankheitsverlauf von 10 Jahren koloskopiert werden.

 

(siehe bitte zu diesem wichtigen Thema auch die Artikel, die im Abschnitt

Wissenswertes/Darmkrebsvorsorge hinterlegt sind)

 

 

Darmkrebsvorsorge

Darmkrebsvorsorge

 

Vorsorge hilft effektiv und sicher dem Darmkrebs vorzubeugen!


Jährlich erkranken ca. 68.000 bsi 78.000 Menschen neu an Darmkrebs. Zirka 28.000 sterben jährlich daran. Das Risiko eines Bundesbürgers, an Darmkrebs zu erkranken beträgt ca. fünf bis acht Prozent, wenn kein besonderes Risiko vorliegt. Bei besonderen Konstellationen kann das Darmkrebsrisiko auch wesentlich höher liegen. Ab dem 50. Lebensjahr verdoppelt sich die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen. So ist heute in Deutschland der Darmkrebs die zweit- bzw. dritthäufigste Todesursache bei Krebserkrankungen bei Frauen bzw. Männern. Dies muss heute nicht mehr sein.

Das Ziel sollte sein: Vorbeugen ist besser als heilen.

Die gesetzlichen Krankenkassen sehen deshalb seit 2002 die Vorsorge-Koloskopie zur Entdeckung von Darmkrebs bzw. frühzeitiger Erfassung von gutartigen Vorstufen als Kassenleistung vor. Versicherte ab dem 56. Lebensjahr dürfen eine Vorsorgekoloskopie in Anspruch nehmen.

Der Versicherte kann sich dabei ohne Überweisung direkt an den Spezialisten wenden und ist von der Zahlung der Praxisgebühr befreit. Privatversicherungen übernehmen jederzeit die Kosten für die Vorsorgekoloskopie.

 

Als Vorsorgemaßnahmen zur Früherkennung von Darmkrebs bzw. gutartigen Vorstufen werden heute in Deutschland von der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen entweder der jährliche Test auf verstecktes Blut im Stuhl und/oder die Darmspiegelung empfohlen.

 

Die Darmspiegelung gilt nach Datenlage als der Goldstandard. Sie ist in geübter Hand beim Gastroenterologen problemlos und nahezu komplikationslos durchzuführen. Allerdings muß der Darm mittels Abführmaßnahmen vorbereitet werden. Der große Vorteil der Koloskopie besteht darin, dass gleichzeitig Polypen, die entdeckt werden, abgetragen werden können.

Für Rückfragen stehen wir jederzeit zu einem Gespräch zur Verfügung.

 

(siehe bitte zu diesem wichtigen Thema auch die Artikel, die im Abschnitt

Wissenswertes/Darmkrebsvorsorge hinterlegt sind).

 

 

Probleme mit der Galle, Gallenwegen, Leber

Habe ich Probleme mit der Galle, der Leber oder der Bauchspeicheldrüse?

 

Durch eine Ultraschalluntersuchung können wir Steine in der Gallenblase feststellen. Gegebenenfalls veranlassen wir weitere Untersuchungen der Gallenwege.

 

Habe ich einen Leberschaden, zum Beispiel durch eine Virushepatitis B oder C, durch Alkohol, Übergewicht oder andere Erkrankungen?

 

Dann können wir eine Beratung in unserer Sprechstunde und ggf. Labor- bzw. Ultraschalluntersuchungen anbieten.